Ausstellungseröffnung 2013

„Ausg‘steckt is‘” 
Heurigenkultur einst!

Über 300 Heurigen gab es einmal in der Großgemeinde Bad Vöslau, die „ausg‘steckt” hatten. Die meisten waren Nebenerwerbsbauern - wie z. B. die Familie  Priborsky in der Badnerstraße. Als Zuwanderer aus dem Kronland Böhmen betrieb sie ab Beginn des 20. Jahrhunderts ein Schuhmachergewerbe. 1936 erwarb man einen Weingarten und in der Folge wurde ein Heuriger als zweites Standbein eröffnet. 1973 steckte die Familie zum letzten Mal aus. Angeboten wurde bei den Heurigen vorerst nur Wein. Das Essen brachten die Gästen von zu Hause mit. Der Klassiker war wohl das kalte Wiener Schnitzel und dazu eine Mischung aus Gurken- und Erdäpfelsalat in einem Glas mit Schraubverschluss.

Mit den Jahren veränderten sich sowohl das Angebot der Heurigen, als auch die Erwartungen der Gäste. Ebenso machte die verstärkte Mobilität der Besucher vielen kleinen Heurigen zu schaffen - das endgültiges „Einziehen” des Buschen war die Folge. So gibt es heute nur mehr 21 Heurigen im Stadtgebiet von Bad Vöslau.

Zahlreiche Heurigenanzeiger, Fotos und Alltagsgegenstände, sowie ein nachgestelltes „altes” Heurigenlokal mit Gastgarten nehmen die Besucher auf eine Zeitreise in die vergangene Heurigenkultur von Bad Vöslau, Gainfarn und Großau mit. Ergänzt durch Interviews mit ehemaligen Weinhauern soll die Schau zum Erinnern, Wieder- und Neuentdecken einladen.

Ausstellungseröffnung war am 11. Mai 2013

 

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