Alte Waschküche

Ein Waschtag zu Großmutters Zeiten 

Bereits am Vortag wurde die Wäsche in Weiß- und Buntwäsche sortiert, in Sodalauge eingeweicht und mit Terpentinseife an stark verschmutzten Stellen vorbearbeitet. Nach dem Schwemmen und Auswinden der Wäsche am nächsten Morgen wurde sie mit heißer Lauge gebürstet und im Waschkessel gekocht. Mit der Wäschezange und den Wäschelöffeln aus dem Kessel gezogen, wurde die Wäsche auf der Rumpel Stück für Stück wieder mit Lauge bearbeitet und ausgewrungen, worauf die Wäscherinnen mit ihren Leiterwägen zur Ortsschwemme gingen und die Wäsche schwemmten. Nachdem z.B. Hemden mit Stärke und Waschblau versehen wurden, plättete man die Tisch- und Bettwäsche nach dem Trocknen auf der Wäscherolle. Dieser Vorläufer der Bügelpresse bestand aus einer Holzplatte, auf die die Textilien gelegt wurden, und zwei Rollen, auf denen eine mit Steinen gefüllte Holzkiste von den Wäscherinnen hin- und her geschoben wurde.

Dort, wo einst die unter dem Namen „Hansybach“ bekannte Hirm den Wäscherinnen nahe der Schlossmauer als Schwemmstelle diente, befindet sich heute anstatt der ehemaligen Ortsschwemme ein wegen seiner Seltenheit biologisch weltweit einzigartiges Schneckenreservat.

Alte Wohnküche

Die Wohnküche lädt zum Erinnern ein – „Ja so hat es bei meiner Mutter, Großmutter oder Urgroßmutter auch ausgesehen“.

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