Ruine Merkenstein

Die Burgruine Merkenstein ist aufgrund ihrer wehrpolitisch bedeutenden Lage nicht nur für die Regionalgeschichte von Bedeutung (Matthias Corvinus), sondern spielt auch während der Türkenbelagerungen ihre Rolle.

Nachdem Gründungszeit und Erbauer der Burg unbekannt sind, lassen sich die Stammherren von Merkenstein bis ins frühe 12. Jahrhundert datieren. Unter Erasmus von der Haid wird die Burg im Zuge der ersten Türkenbelagerung Wiens 1529 in Mitleidenschaft gezogen. Als er 1540 stirbt, wird Franz von Ficin Verwalter der Burg. Bei der Bevölkerung ist Ficin nicht beliebt, er hat mehrere Auseinandersetzungen mit den Behörden und seinen Untertanen (Merkensteiner Bauernaufstand). Zudem lässt er sowohl die Burg (trotz bewilligter Geldsumme keine Restaurationen) als auch die Herrschaft (viele Bauern übersiedelten in Nachbarsherrschaften und lassen ihre Höfe verwahrlosen) verkommen. 1672 wird die Burg an Gundakar von Dietrichstein verkauft. Über 150 Jahre bleibt Merkenstein nun im Besitz der Familie Dietrichstein. Unter ihrer Herrschaft wird die Burg zerstört und zur Ruine, denn im Jahr 1683 belagert wieder eine türkische Streifschar die Burg. Diese widersteht lange Zeit, bis es den Türken eines Tages gelingt die Mauern zu stürmen und die Burg zu erobern. Alle hierher Geflüchteten (173 Personen) werden getötet und die Burg selbst ein Raub der Flammen. Die ausgebrannte Burg bleibt Ruine.

Aus Sicherheitsgründen kann die Ruine heute ALLEINE nicht mehr besichtigt werden! Mehrmals im Jahr bieten Hans & Jörg Redl ihre "Merkensteinführungen" an. Sobald die genauen Daten feststehen, werden sie mit allen Informationen auf der Startseite bekannt gegeben.

Im Museum kann man das sehr informative Buch von Johann Redl "Merkenstein. Die Geschichte der Burgruine Merkenstein, des Schlosses & der Herrschaft Merkenstein. Eine Zusammenfassung. (Bad Vöslau 2008)" um 9 € kaufen.

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